In Situ “Beauty & Terror” In Situ „Beauty & Terror“
Windmühlgasse 9 Windmühlgasse 9

Wien, AT    2026 Wien, AT    2026




Exhibition Poster Ausstellungsplakat

A space that resembles a home, a place of retreat, silence, safety, yet the moment you remain within it, it becomes clear that protection is never complete. The walls evoke a shelter, but the air is dense. Softness does not relax, it preserves the pulse, like skin that remembers touch and impact at the same time. The space does not stand still, it reacts to presence, as if absorbing whatever we bring with us.

The starting point is simple, the human being is not a stable construction, but a constant movement between fear and desire, between body and memory, between what we show and what we leave unsaid. Intimacy here is not a refuge, instead it amplifies. Everything quiet becomes louder, the repressed takes on form. Objects that are meant to protect reveal their sharpness.    
Ein Raum, der einem Zuhause ähnelt; ein Ort des Rückzugs, der Stille, der Sicherheit. Doch in dem Moment, in dem man in ihm verweilt, wird klar, dass Schutz nie vollständig ist. Die Wände evozieren Geborgenheit, aber die Luft ist dicht. Weichheit entspannt nicht; sie bewahrt den Puls; wie Haut, die Berührung und Einschlag zugleich erinnert. Der Raum steht nicht still; er reagiert auf Präsenz, als würde er aufnehmen, was wir mitbringen.

Der Ausgangspunkt ist einfach: Der Mensch ist keine stabile Konstruktion, sondern eine ständige Bewegung zwischen Angst und Begehren, zwischen Körper und Erinnerung, zwischen dem, was wir zeigen, und dem, was wir unausgesprochen lassen. Intimität ist hier kein Zufluchtsort, sondern ein Verstärker. Alles Leise wird lauter, Verdrängtes nimmt Form an. Dinge, die schützen sollen, zeigen ihre Schärfe.    


Exhibition views featuring works by Pavle Banović and Leonie Holtkamp Ausstellungsansichten mit Arbeiten von Pavle Banović und Leonie Holtkamp  

Exhibition views featuring works by Nikolija Stanojević and Leonie Holtkamp Ausstellungsansichten mit Arbeiten von Nikolija Stanojević und Leonie Holtkamp

Home appears here as an extension of the body, a space that can be both shelter and detonation. To imagine oneself in a warm, soft bed, while feeling something inside counting down.

What is proposed is not an escape from discomfort, but the possibility of remaining with it. Beauty and terror do not cancel each other out, they touch, intertwine, exist together. Perhaps home was never a place without danger. Perhaps it is the one where we learn to be with our own tension.

And there, between softness and explosion, between the gentle and the frightening, a space emerges in which it is possible to remain, and to endure.

Text and Curation by Nikolija Stanojević    
Zuhause erscheint hier als Verlängerung des Körpers. Ein Raum, der zugleich Schutz und Detonation sein kann. Sich in ein warmes, weiches Bett zu legen, während man spürt, wie im Inneren etwas herunterzählt.

Was vorgeschlagen wird, ist keine Flucht vor Unbehagen, sondern die Möglichkeit, bei ihm zu bleiben. Schönheit und Schrecken heben einander nicht auf; sie berühren sich, verschlingen sich, existieren gemeinsam. Vielleicht war Zuhause nie ein Ort ohne Gefahr. Vielleicht ist es der Ort, an dem wir lernen, mit unserer eigenen Spannung zu sein.

Und dort, zwischen Weichheit und Explosion, zwischen dem Sanften und dem Beängstigenden, entsteht ein Raum, in dem es möglich ist zu bleiben und auszuhalten.

Text und Kuration: Nikolija Stanojević    



Exhibition views featuring works by Nikolija Stanojević, Pavle Banović and Leonie Holtkamp.

“Alesis” | Leonie Holtkamp | wrought iron window grille, ball chain, aluminum | 160 x 400 cm „Alesis“ | Leonie Holtkamp | Fenstergitter aus Schmiedeeisen, Kugelkette, Aluminium | 160 x 400 cm